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Lauschige Ecken im Garten |
Für die Mußestunden im Garten braucht jeder Gärtner einen verschwiegenen Winkel: Dort kann er über neue Gartenpläne nachdenken, ein wenig träumen und sich geborgen fühlen. Solch eine lauschige Ecke kann ein einzelner Stuhl, eine Bank oder ein luftiger Pavillon sein.
Um Ihren Lieblingsplatz zu finden, greifen Sie sich am besten an einem schönen Sonnentag einen Klappstuhl und ziehen quer durch den Garten. Nehmen Sie mal hier, mal dort Platz und testen Sie, wo Sie sich am wohlsten fühlen. Ein verschwiegener Winkel sollte mindestens an zwei Seiten vor Wind und neugierigen Blicken geschützt sein. Romantischer als eine Hecke oder ein Zaun sind Kletterpflanzen, die am Spalier, am Bogen oder an Ranksäulen die Wände Ihrer lauschigen Ecke bilden. Besonders schöne Blüten entfalten die vielen Kletterrosen und die großblumigen Clematis-Hybriden. Mit einem wunderbaren Duft bezaubern Geißblatt (Lonicera nitida) und Glyzinie (Wisteria sinensis). Wilder Wein (Parthenocissus quinquefolia) besticht durch seine prächtige Herbstfärbung. Der immergrüne Efeu (Hedera helix) schützt auch im Winter. Wollen Sie einen schnellen Erfolg, eine dichte Blütenwand schon im ersten Sommer, empfehlen sich einjährige Pflanzen wie Duftwicken (Lathyrus), Prunkwinde (Ipomoea), Schwarzäugige Susanne (Thunbegia) und Kapuzinerkresse (Tropaeolum). Setzen Sie zum Wohlfühlen noch ein paar duftende Blumen dazu wie Nachtkerze, Ziertabak, Levkojen und Phlox. Frühlingsdreiklang im SteingartenWeiß, Gelb und Blau - das sind die Frühlingsfarben im Steingarten. Einen schneeweißen Teppich, der manchmal auch rosa überhaucht ist, breiten die Schleifenblumen (Iberis saxatilis) aus. Schon seit Jahrhunderten ist die wintergrüne Polsterpflanze in unseren Gärten heimisch. Strahlendgelb wie die Frühlingssonne leuchten die dichten Blütentrauben des Steinkrauts (Alyssum saxatile).Ihr honigartiger Duft lockt viele Bienen an, während die silbrig-grauen Blättchen zur Blütezeit kaum mehr zu sehen sind. Für blaue Akzente sorgt das Blaukissen (Aubrieta x Hybriden). Im April und Mai treiben ununterbrochen neue Blüten nach - die übrigens trotz des Namens bei manchen Sorten auch rot oder rosa sind. Alle drei Frühlingsblüher haben dieselben Ansprüche an Standort und Boden. Sie wollen sonnig stehen, in mäßig trockener durchlässiger Erde. Damit sie ihren buschigen Wuchs behalten, sollten alle in jedem Jahr nach dem Abblühen etwa um ein Drittel zurückgeschnitten werden. |
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